Campingzelte
Posted by By Outdoor News at 25 June, at 21 : 34 PM Print
Kaufberatung Campingzelte: Worauf muss man achten
Beim Kauf eines Campingzeltes sind einige Dinge zu beachten, um keine böse Überraschung zu erleben. Kriterien für die Überprüfung sind die Form des Zeltes, seine Stabilität und Wasserdichtigkeit, das Platzangebot und das Gewicht des Zeltes. Zunächst ist der Platzbedarf zu überprüfen: Bei den meisten Zelten werden Personenzahlen angegeben, die allerdings keinesfalls Stauräume für Gepäck berücksichtigen. Ist viel Gepäck eingeplant, eignen sich hier Zelte mit Apsis gut, optimal sind diese mit zwei Vorzelten. Auch wenn es im ersten Moment nicht wichtig erscheint, so ist die Wahl der richtigen Zeltform von immenser Bedeutung. Im Handel werden vor allem Kuppel- oder Tunnelzelte angeboten. Bei dem Kuppelzelt wird die Basis aus zwei gekreuzten Gestängebögen gebildet, die Apsiden entstehen durch den dritten Bogen. Besonders Campingneulinge bevorzugen diesen Zelttyp, da sich der Aufbau einfach gestaltet, wenig Verankerung benötigt wird und er auch für schwierige Böden geeignet ist. Beim Tunnelzelt dagegen, entsteht die Basis durch zwei hintereinander aufgestellte Gestängebögen, das Vorzelt entsteht durch zusätzliche Stangen und kann mitunter sehr viel Stauraum für Gepäck bilden. Einen Nachteil haben diese beiden Zelttypen jedoch: Eine hohe Windangriffsfläche, gepaart mit wenig Stabilität durch wenige Gestängebögen. Die Windangriffsfläche durch einen Aufbau in Windrichtung zu verbessern ist oftmals nicht möglich. Abhilfe schafft hier ein sogenanntes geodätisches Zelt. Dies ist ein weiterentwickeltes Kuppelzelt, mit (meist) vier mehrfach gekreuzten Zeltstangen. Diese sorgen für eine hohe Wetter-Stabilität und bessere Bewegungsfreiheit im Zelt. Aber auch bei diesem Zelt gibt es Nachteile, nämlich das relativ hohe Gewicht und der größere Aufwand an Arbeit und Zeit beim Aufbau. Priorität bei der Zeltauswahl sollte man auch auf die Wasserdichtigkeit legen, die in der sogenannten “Wassersäule” angegeben wird. Diese legt fest, welchem Wasserdruck das Außenzelt widerstehen muss, bevor Nässe ins Zelt gelangt. Wichtig ist diese Angabe für den Zeltboden, da er durch die Belastung, der er ausgesetzt wird, einen höheren Wert benötigt. Folgende Werte können bei der Kaufentscheidung helfen: Für regenintensive Gegenden benötigt man eine Wassersäule von 8000 bis 10000 mm, bei trockeneren Gegenden reicht hingegen eine Wassersäule von 5000 mm für den Zeltboden, für das Außenzelt genügen 3000 bis 5000 mm. (Eine straffe Überzelt-Spannung ohne Falten und Mulden natürlich vorausgesetzt). Für die Wasserdichtigkeit ist weiterhin die Beschichtung des Zeltes von großer Bedeutung: Eine mehrmalige PU-Beschichtung, die jedoch die Reißfestigkeit des Stoffes beeinträchtigt, oder eine hochwertige Silikon-Beschichtung, die allerdings recht kostenintensiv ist. Da die Wetter- und vor allem Windfestigkeit auch erheblich vom verwendeten Gestänge abhängt, sollte man hier auf jeden Fall von Fiberglasgestängen Abstand nehmen, sondern ein Aluminiumgestänge wählen, dass einen guten Kompromiss schließt zwischen Flexibilität und Stabilität. Optimal sind hülsenlose Gestänge, da hier die Schwachstellen in den Verbindungen entfallen. Zum Schluss ist das Gewicht des Zeltes natürlich nicht zu vernachlässigen und die Bereitschaft zu Kompromissen, denn einem leichten, gut zu tragenden Zelt fehlt es oftmals an Platz, Wasserdichtigkeit und Stabilität.